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Erneute Auszeichnung für vorbildliche Bildungsarbeit

Nachdem das Naturtagebuch bereits für den Zeitraum 2008/2009 von der Deutschen UNESCO-Kommission für vorbildliche Bildungsarbeit ausgezeichnet wurde, erhielt es jetzt auch für 2010/2011 die Auszeichnung als offizielles Projekt der UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“, einer weltweiten Bildungsoffensiven der Vereinten Nationen. Die ausgezeichneten Projekten leisten einen wichtigen Beitrag zu dieser UN-Initiative, weil sie nachhaltiges Denken und Handeln vermittelt.
„Unsere Gesellschaft braucht innovative Bildungsangebote wie das Naturtagebuch. Sie vermitteln praktisch und anschaulich jenen Fähigkeiten, die wir benötigen, um Probleme der globalisierten Welt zu meistern“, so Prof. Gerhard de Haan, Vorsitzender des Nationalkomitees der UN-Dekade in Deutschland und Mitglied der Experten-Jury, die über die Auszeichnung der Bildungsprojekte entscheidet. Voraussetzung ist, dass sie ihre Arbeit an den Grundsätzen der Bildung für nachhaltige Entwicklung ausrichten. Der Titel als Dekade-Projekt wird für zwei Jahre verliehen , danach ist eine erneute Bewerbung möglich.
Nachhaltige Entwicklung funktioniert nur, wenn sich jeder für eine menschenwürdige Gesellschaft einsetzt. Die notwendigen Fähigkeiten dazu – etwa Teamfähigkeit oder interdisziplinäres Denken – vermitteln Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE). Wo kaufe ich Kleidung, ohne Ausbeutung in Asien oder Afrika zu unterstützen? Wie fördern wir wirtschaftlichen Fortschritt, ohne die Umwelt zu zerstören? Das sind nur zwei Fragen, die Bildung für nachhaltige Entwicklung beantwortet. Mit der UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ (2005-2014) haben sich die Staaten der Vereinten Nationen verpflichtet, diese Art des Lernens in ihren Bildungssystemen zu verankern. Die Deutsche UNESCO-Kommission koordiniert die deutschen Aktivitäten zur UN-Dekade.

UNESCO- Auszeichnung für Naturtagebuch

Der Naturtagebuch Landeswettbewerb Baden-Württemberg und das Manfred Mistkäfer Magazin sind von der UNESCO als offizielles Projekt der "Dekade für nachhaltige Entwicklung" ausgezeichnet worden. Die Auszeichnung fand am 20.2.08 auf der Bildungsmesse didacta in Stuttgart statt. Professor Gerhard de Haan, Vorsitzender des Nationalkomitees der UNESCO "Bildung für nachhaltige Entwicklung" gratulierte den Vertretern der BUNDjugend und betonte, dass die Auszeichnung den Wert von Projekten zur Bildung für nachhaltige Entwicklung sichtbar machen soll.
Die BUND-Landesvorsitzende Dr. Brigitte Dahlbender gratulierte der BUNDjugend zur Auszeichnung:" Mit dem Naturtagebuch beweist die BUNDjugend bereits seit 15 Jahren ihr großes Engagement für nachhaltige Bildung-weiter so. Die Landesregierung sollte sich an den Dekade-Projekten ein Beispiel nehmen und sich viel stärker für Umweltbildung und nachhaltige Entwicklung engagieren."

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Aktuell: Eine Welt

Bereits 2008 haben wir begonnen, den Gedanken, dass wir alle rund um den Globus gemeinsam eine Welt bewohnen und nutzen, im Mitmach-Magazin stärker als bisher herauszustellen. So haben wir passend zum Jahresthema "Schmetterlinge" in jedem Heft eine auf anderen Kontinenten heimische Schmetterlingsart vorgestellt und Hinweise darauf gegeben, wie die Kinder den Schmetterlingen anderswo helfen können, beispielsweise indem sie hier bewusster einkaufen. Der Eine-Welt-Gedanke ist sicherlich kein neuer Gedanke, aber gerade vor dem Hintergrund des fortschreitenden globalen Klimawandels gewinnt er eine ganz neue Bedeutung und eine beklemmende Wirklichkeit. Deshalb integrieren wir ihn als festen Bestandteil in unser Mitmach-Magazin: In jedem Heft gibt es künftig einen "Eine-Welt-Tipp", der den Kindern ganz konkret zeigt, wie sie durch ihr Handeln hier etwas für die Lebensbedingungen in anderen Teilen der Welt und für den gesamten Globus tun können. Der Eine-Welt-Gedanke erweitert den Ansatz des Mitmach-Magazins, ohne ihm eine grundsätzlich andere Ausrichtung zu geben. Nach wie vor geht es uns darum, die Kinder für die Natur, die sie umgibt, zu begeistern und sie so zu ihrem Schutz anzuregen. Wenn sie sich beispielsweise für die Streuobstwiesen in Deutschland engagieren, tun sie etwas für den Erhalt weltweit einmaliger Kulturlandschaften; wenn sie Getränke bevorzugen, die in Mehrwegflaschen statt Aluminiumdosen verkauft werden, helfen sie damit, die bedrohten Regenwälder zu schützen. Jedes einzelne Kind kann mit seinem Handeln etwas hier und anderswo auf der Welt bewegen - das wollen wir noch stärker als bisher rüberbringen.

UN-Dekade - Bildung für Nachhaltige Entwicklung

Auf der Vollversammlung der Vereinten Nationen am 20. Dezember 2002 wurde für die Jahre 2005 bis 2014 eine Weltdekade "Bildung für nachhaltige Entwicklung" (BNE) ausgerufen. Impulsgeber für diese Weltdekade waren der Weltgipfel für nachhaltige Entwicklung in Johannesburg 2002 und die UN-Konferenz für Umwelt und Entwicklung 1992 in Rio de Janeiro. Ziel der UNESCO Weltdekade ist es, die bereits in der Agenda 21 (Rio 1992) beschlossene "Neuausrichtung der Bildung auf eine nachhaltige Entwicklung" auf nationaler und lokaler Ebene umzusetzen. Die Bildungsziele der Agenda 21 machen deutlich, dass ein neuer, zukunftsfähiger Umgang mit Umwelt und Ressourcen nur aus einem neuen, zukunftsfähigen Bewusstsein resultieren kann. Dieses Bewusstsein aus der politischen Agenda in außerschulische Kinder- und Jugendbildung zu übersetzen, ist eine der Grundideen des vom National-Komitee der UN-Dekade für die Jahre 2008/2009 ausgezeichneten Projektes. Dabei setzt das Naturtagebuch bei den Grundlagen, Kindern eine emotionale Beziehung und Sensibilität für die Natur zu vermitteln, an.

Die Idee der "Bildung für nachhaltige Entwicklung"

Bildung für nachhaltige Entwicklung vermittelt Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen nachhaltiges Denken und Handeln. Sie versetzt Menschen in die Lage, Entscheidungen für die Zukunft zu treffen und dabei abzuschätzen, wie sich das eigene Handeln auf künftige Generationen oder das Leben in anderen Weltregionen auswirkt. Der einzelne erfährt durch Bildung für nachhaltige Entwicklung: Mein Handeln hat Konsequenzen. Nicht nur für mich und mein Umfeld, sondern auch für andere. Ich kann etwas tun, um die Welt ein Stück zu verbessern. Ein solches Denken ist dringend notwendig, um Veränderungen anzustoßen und drängende globale Probleme wie den Raubbau an der Natur oder die ungleiche Verteilung von Reichtum anzugehen. Regierungen, Organisationen und Unternehmen müssen Nachhaltigkeit lernen und umsetzen. Bildung für nachhaltige Entwicklung vermittelt Wissen über:

  • globale Zusammenhänge und Herausforderungen wie den Klimawandel oder globale Gerechtigkeit;
  • die komplexen wirtschaftlichen, ökologischen und sozialen Ursachen dieser Probleme.

Bildung für nachhaltige Entwicklung vermittelt Kompetenzen:

Mit Gestaltungskompetenz wird die Fähigkeit bezeichnet, Wissen über nachhaltige Entwicklung anwenden und Probleme nicht nachhaltiger Entwicklung erkennen zu können. Sie umfasst zum Beispiel folgende Fähigkeiten:

  • vorausschauendes Denken;
  • interdisziplinäres Wissen;
  • autonomes Handeln;
  • Partizipation an gesellschaftlichen Entscheidungsprozessen.

Die UN-Dekade "Bildung für nachhaltige Entwicklung"

Mit der UN-Dekade "Bildung für nachhaltige Entwicklung (2005-2014)" haben sich die Staaten der UN verpflichtet, dieses Konzept zu stärken - vom Kindergarten, Schule, beruflicher Ausbildung, Universität über Forschungsinstitute, außerschulische Weiterbildungseinrichtungen bis zum informellen Lernen außerhalb von Bildungseinrichtungen. Die Agenda 21, das internationale politische Aktionsprogramm für nachhaltige Entwicklung, nennt in Artikel 36 Bildung als Schlüsselfaktor auf dem Weg zu mehr Nachhaltigkeit.

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